01 — Leistung
Treppen
Der Weg durch das Haus
Eine Treppe wird öfter benutzt als jedes andere Bauteil im Haus und verzeiht Planungsfehler am wenigsten. Ob sie sich gut geht, entscheidet sich an zwei Zahlen — und die stehen fest, bevor das erste Brett zugeschnitten wird.
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Leistungsumfang
Was wir übernehmen
- Aufmaß der Geschosshöhe von Fertigfußboden zu Fertigfußboden
- Berechnung von Steigung, Auftritt und Lauflinie
- Prüfung von Durchgangshöhe, Podest und Antritt
- Konstruktionsentwurf: Wangen-, Bolzen- oder aufgesattelte Treppe
- Materialberatung und Auswahl der Holzart
- Maßstäbliche Werkplanung und Abstimmung mit Rohbau und Estrich
- Montage vorgefertigter Treppenelemente
Eine Treppe geht sich gut oder schlecht. Dazwischen gibt es nichts.
Die zwei Zahlen
Steigung und Auftritt bestimmen, ob eine Treppe sich natürlich geht. Die Schrittmaßregel setzt zweimal die Steigung plus einmal den Auftritt auf 59 bis 65 Zentimeter an; bei etwa 63 liegt der Punkt, an dem man beim Hinaufgehen nicht mehr nachdenkt.
Die zulässigen Grenzen regelt DIN 18065 zusammen mit der jeweiligen Landesbauordnung — bei notwendigen Treppen enger als bei zusätzlichen. Wir rechnen das vor der Zeichnung durch, nicht danach. Eine Treppe, die rechnerisch nicht aufgeht, wird auch gebaut nicht besser.
Das häufigste Aufmaßproblem
Gemessen wird von Oberkante Fertigfußboden zu Oberkante Fertigfußboden. Der klassische Fehler ist das Rohbaumaß: Estrich und Bodenbelag fehlen dann in der Rechnung, und bei zwölf Steigungen verteilt sich der Unterschied auf jede einzelne Stufe.
Steht der Bodenaufbau noch nicht, arbeiten wir mit dem geplanten Maß und schreiben es in die Werkplanung. Ändert sich später der Belag, muss uns das erreichen — sonst stimmt die letzte Stufe nicht mehr.
Warum Treppen knarren
Knarren kommt fast nie vom Holz selbst, sondern von Reibung: Trittstufe gegen Wange, Stufe gegen Setzstufe, oder eine Verbindung, die sich über die Jahre gelöst hat. Wo Holz auf Holz arbeitet, ohne dass die Verbindung das aufnimmt, entsteht Geräusch.
Deshalb gehören eingenutete Stufen und keilverspannte Wangen in die Konstruktion — nicht nachträglich untergelegte Filzstreifen.
Was wir in dieser Phase übernehmen
Wir messen auf, rechnen, entwerfen und erstellen die Werkplanung. Die Fertigung tragender Treppenteile begleiten wir planerisch und stimmen sie mit dem ausführenden Betrieb ab; die Montage vorgefertigter Elemente übernehmen wir selbst.
Sie erhalten bemaßte Zeichnungen, die Steigungsberechnung, eine Materialliste und die Vorgaben, die Rohbau, Estrichleger und Geländerbauer brauchen.
Ablauf
Wie wir vorgehen
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Ortstermin
Wir sehen uns die Öffnung an: Geschosshöhe, Deckenstärke, verfügbarer Grundriss, Lage von Türen und Fenstern im An- und Austrittsbereich.
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Berechnung
Steigungsverhältnis, Lauflinie, Durchgangshöhe. Erst wenn diese Werte stimmen, beginnt der Entwurf.
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Entwurf
Konstruktionsart, Geländer, Holzart und Oberfläche — maßstäblich gezeichnet und im Schnitt dargestellt.
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Werkplanung
Ausführungszeichnungen, Materialliste und Schnittstellen zu Rohbau, Estrich und Elektro.
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Montage
Einbau der vorgefertigten Elemente, Ausrichten und Verspannen, Abnahme mit Ihnen vor Ort.
Aus der Praxis
Ein Projekt dazu
Häufige Fragen
Was oft gefragt wird
Wann muss die Treppe geplant werden?
So früh wie möglich, spätestens wenn die Deckenöffnung festgelegt wird. Die Öffnung bestimmt die Durchgangshöhe, und die lässt sich nachträglich nicht vergrößern, ohne die Decke zu öffnen.
Welche Holzart eignet sich für Trittstufen?
Eiche ist die verlässlichste Wahl: hart, formstabil und gutmütig bei schwankender Raumluft. Buche ist ebenfalls hart, arbeitet aber deutlich stärker — in Neubauten mit Fußbodenheizung und trockener Winterluft raten wir davon ab.
Lässt sich eine alte Treppe erhalten?
Häufig ja. Wenn die Konstruktion tragfähig ist, lohnt sich die Aufarbeitung fast immer: Stufen abschleifen, ausgeschlagene Verbindungen neu verkeilen, Oberfläche erneuern. Wir sehen sie uns an und sagen offen, wenn eine neue Treppe der ehrlichere Weg ist.