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An einer Tür sieht man die Handwerksqualität an einer einzigen Stelle: der Fuge zwischen Blatt und Zarge. Läuft sie über die ganze Höhe gleich, stimmt alles dahinter. Läuft sie keilförmig zu, hat jemand am Aufmaß gespart.

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Zwei Innentüren aus Holz in einer hellen Wand
  • Aufmaß der Rohbauöffnung, Wandstärke und Bodenaufbau
  • Bestimmung der Anschlagrichtung nach DIN links und DIN rechts
  • Beratung zu Zargenart: Umfassungs-, Block- oder Stahlzarge
  • Auswahl von Blatt, Oberfläche, Beschlag und Drückergarnitur
  • Beratung zu Schall-, Rauch- und Feuchtraumanforderungen
  • Montage genormter Türen und Zargen
  • Anpassung von Blättern an vorhandene Öffnungen

Man beurteilt eine Tür nicht am Blatt. Man beurteilt sie an der Fuge.

Warum die Wandstärke zählt

Eine Umfassungszarge wird auf die tatsächliche Wandstärke gefertigt, inklusive Putz und Bodenaufbau. Wird sie nach dem Rohbaumaß bestellt, steht sie später vor oder hinter der Wandebene und muss mit Leisten kaschiert werden.

Wir messen die Laibung an mehreren Punkten. In Altbauten schwankt die Wandstärke über die Türhöhe regelmäßig um mehrere Millimeter — eine Zarge auf den Mittelwert bestellt, klemmt oben oder zeigt unten eine Fuge.

Maße, die durcheinandergehen

Türblätter werden im Falzmaß angegeben, die üblichen Breiten liegen bei 610, 735, 860 und 985 Millimetern. Davon zu unterscheiden sind Baurichtmaß und Rohbauöffnung — DIN 18101 regelt den Zusammenhang.

Die meisten Fehlbestellungen entstehen genau hier: bestellt wird nach dem gemessenen Loch statt nach dem Falzmaß. Wir nehmen das Aufmaß auf und übersetzen es in die Bestellmaße, bevor etwas geordert wird.

Anschlag und Bandseite

DIN links oder DIN rechts entscheidet, wo die Bänder sitzen — und damit, wohin die Tür aufschlägt. Verwechselt man das, passt zwar alles, nur öffnet die Tür in den Lichtschalter oder verstellt den Schrank dahinter.

Wir gehen das mit Ihnen im Raum durch, nicht auf dem Plan. Wie man in ein Zimmer geht, merkt man erst, wenn man davorsteht.

Wo es auf mehr ankommt

Zu Schlafräumen lohnt eine Tür mit erhöhtem Schallschutz — der Unterschied liegt weniger im Blatt als in der umlaufenden Dichtung und einer Bodendichtung. Zu Heizungs- oder Technikräumen gelten je nach Bauordnung Anforderungen an Rauch- oder Feuerschutz.

In Bädern und Kellerräumen entscheidet die Feuchtebeständigkeit der Zargenkante über die Lebensdauer. Wir sagen Ihnen, wo der Aufpreis etwas bringt und wo nicht.

Porzellanknauf an einer alten Holztür

Ablauf

Wie wir vorgehen

  1. Aufmaß

    Rohbauöffnung, Wandstärke an mehreren Punkten, geplanter Bodenaufbau, Lage von Schaltern und Heizkörpern.

  2. Festlegung

    Anschlagrichtung, Zargenart, Blattausführung, Oberfläche und Beschlag — gemeinsam im Raum entschieden.

  3. Bestellung

    Übersetzung des Aufmaßes in Falz-, Baurichtmaß und Zargenmaß. Danach verbindliche Bestellung.

  4. Montage

    Zargen ausrichten, verspannen und hinterfüllen, Blätter einhängen und Bänder einstellen.

  5. Abnahme

    Fugenbild über die volle Höhe prüfen, Schließverhalten einstellen, Übergabe.

Passt eine neue Tür in eine alte Öffnung?

Meistens ja, aber selten ohne Anpassung. Altbauöffnungen entsprechen häufig keinem Normmaß. Je nach Abweichung arbeiten wir mit Ausgleichsleisten, einer Sonderzarge oder passen das Blatt an.

Was kostet der erhöhte Schallschutz?

Der Aufpreis für Blatt, umlaufende Dichtung und Bodendichtung liegt in einem überschaubaren Rahmen. Er lohnt sich an Schlafräumen und Arbeitszimmern — bei Fluren oder Abstellräumen ist er hinausgeworfen.

Können Sie einzelne Türen tauschen?

Ja. Wenn die vorhandene Zarge in Ordnung ist, lässt sich oft nur das Blatt erneuern — das ist deutlich günstiger und ohne Eingriff in die Wand machbar. Wir prüfen vor Ort, ob die Zarge das hergibt.