Entwurf und Konstruktion
Esstisch aus einer Bohle
Ein Tisch für zehn Personen aus einer einzigen Eichenbohle — konstruiert so, dass die Platte arbeiten darf, ohne das Gestell mitzunehmen.
Eckdaten des Projekts
- Jahr
- 2024
- Ort
- Wohnhaus, Neubau
- Material
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- Eiche, eine Bohle
- Gestell Eiche massiv
- Oberfläche geölt
- Umfang
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- Entwurf und Kartonmodell
- Auswahl der Bohle
- Konstruktionsplanung
- Aufbau vor Ort
Gewünscht war ein Tisch für zehn Personen, der nicht wie ein Konferenztisch wirkt. 2,80 Meter lang, 1,05 Meter breit — Maße, bei denen Proportionen schnell kippen.
Das Kartonmodell
Auf dem Papier sah der Entwurf richtig aus. Im Raum aufgebaut, als Kartonmodell in Originalgröße, war er zu wuchtig. Die Platte lag mit 50 Millimetern Stärke zu schwer auf.
Reduziert wurde auf 42 Millimeter, dazu eine umlaufende Fase an der Unterkante. Die Platte misst weiterhin 42 Millimeter, wirkt aus Sitzhöhe aber deutlich leichter. Solche Entscheidungen lassen sich nur im Raum treffen, nicht am Bildschirm.
Die Bohle
Für eine Platte dieser Länge aus einem Stamm braucht es Geduld. Gefunden wurde eine Bohle mit ruhigem Riftbild über die volle Länge und einem Ast im letzten Drittel, der stehen bleiben durfte — er sitzt jetzt an der Kopfseite und gibt dem Tisch seinen einzigen unregelmäßigen Punkt.
Warum die Platte nicht verschraubt ist
Über 1,05 Meter Breite bewegt sich Eiche zwischen Sommer und Winter um sechs bis acht Millimeter. Eine starr verschraubte Platte reißt darunter.
Gehalten wird sie deshalb über Nutklötze, die in einer Quernut laufen. Sie sitzt fest in der Länge und kann sich in der Breite bewegen. Das Gestell bleibt davon unberührt — und die Platte bekommt keinen Riss.